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Jul

Internetdienstleistungen – Eine wahre Geschichte

Klar ist, dass Dienstleistungen entlohnt werden müssen und nicht das Billigste ist unbedingt das Beste.
Bitte denken Sie daran, dass für Gewerbetreibende und Unternehmen durch die Online-Gewichtung und Vermarktung rapide steigt. Durch die entsprechend hohe Nachfrage schießen die Internetdienstleister wie Sand aus dem Meer.
Wenn dies evtl. ein Bereich ist, in dem Sie sich nicht auskennen, vertrauen Sie nicht dem ersten Dienstleister dieser Branche, der Ihnen womöglich alles nachvollziehbar erklärt. Wichtig ist, das er Ihnen bei der Beratung auch die Transparenz dazu gibt und Ihnen auch der Inhalt des Gesprächs verständlich ist. Nach oder innerhalb des Gespräch kommt es zu einem Angebot bei dem Sie sich wirklich die Zeit nehmen sollten um dies auch richtig zu prüfen.

Hier ein wahres Beispiel von dem ich dachte, dies kann nicht sein, bis mir in kurzer Zeit mehrere Fälle begegneten:
„Ein kleines Unternehmen hat Vorort seinen Laden und bewirbt diesen auch über seine Firmenpräsenz online. Für diese Dienstleistung bezahlt dieser Unternehmer 100,00 EUR monatlich bei einem 3-Jahres-Vertrag.“
Dies wäre soweit auch in Ordnung, wenn Preis und Leistung im Verhältnis stehen. Auf meine Nachfrage was dieses Internetpaket beinhaltet wurde ich sehr überrascht. Was nun folgte war absolut inakzeptabel!
„Diesem Unternehmer gehört nicht einmal diese Domain unter der dieser vom namentlichen Inhalt auch firmiert. Es ist sozusagen ein „Abo“ in dem dem Unternehmen auf 3 Jahre sowohl die Domain als auch die Firmenpräsenz und die Pflege dieser Homepage vermietet wird. Durch die neue Google-Indexierung (was erst vor kurzem passierte) bekam der Unternehmer ein Upgrade auf sein Abonnement per Telefon. Der Internetdienstleister unterrichtete den Firmeninhaber über die Umstellungen bei Google und empfahl ihm nun seine gemietete Internetpräsenz anzupassen und für mobile Endgeräte zu optimieren für zusätzlich 50,00 EUR pro Monat. Er könne ihm sonst nicht garantieren, dass dieser sein Google-Ranking behält.“
Unglaublich wie sich hier ein Dienstleister die Taschen stopft und die Unwissenheit des Unternehmers ausnutz, vor allem dies mit Nachdruck auf sein Google-Ranking. Natürlich hat der Anbieter inhaltlich gesehen die Information richtig übermittelt. Was der Unternehmer bis dato nicht wusste, dass es vorher nur zu teuer war und jetzt überteuert ist – Auch weil ich keine Pflege der Webseite feststellen konnte, denn die Beitragsseite weist immer den gleichen Text auf, ist somit nicht „lebendig“ und weiter wurde der inzwischen gestaltete Facebook-Account auch nicht Internetseite eingebunden.

Ich rechne das einmal transparent vor:
Die Domainregistrierung beträgt durchschnittlich jährlich ca. 17,88 zzgl. MwSt.
Bei einem sehr guten **Webhoster** liegt die durchschnittliche Hosting-Gebühr für eine normale Webseite ohne Einschränkungen auf „Newsletter“ etc. bei 9,95 zzgl. MwSt., bei jährlicher Vorauszahlung minus 10%.
(Definition für Webhoster: Ein Internet Service Provider der für die Unterbringung der Domain/Webseite sorgt und diese auf einem Speicherplatz/Webserver für Dateien bereitstellt, auf den über das Internet dauerhaft zugegriffen werden kann.)
Die im Beispiel genannte Firmen-Webseite beinhaltet auch einen Terminkalender für Kunden, das bedeutet, das Webseiten-Grundgerüst ohne Design und Inhalt darf je nach Design-Wunsch bis zu 60 US.Dollar betragen.
(Warum US.Dollar? Weil die meisten Grundgerüste für Homepages von amerikanischen Programmieren stammen und online bezahlt werden.)
Die im Beispiel genannte Firmen-Homepage dürfte realistisch bei einem Homepage-Gestalter mit 800,00 EUR bis 850,00 EUR zzgl. MwSt. zu Buche schlagen. Voraussetzung hierfür ist, das die Firmen-Logos und Bilder die in die Webseite eingefügt werden sollen schon in der Auflösung und entsprechenden Bildgröße vorhanden sind.
Wenn der Unternehmer eine Person auf das Handling eingeschult haben möchte – „Learning by doing“, geht hier der Stundensatz ab 35,00 EUR zzgl. MwSt. los und endet im schlimmsten Fall bei bis zu 200,00 EUR zzgl. MwSt.
(Hierbei kommt es darauf an, wie groß der Internetdienstleister ist und welchen Anfahrtsweg dieser zum Auftraggeber hat.)

Zusammenfassung
Einmalige Investition: ca. 53,78 EUR + 800,00 EUR bis 850,00 EUR zzgl. MwSt.
Jährl. Web-Gebühren: ca. 17,88 EUR + 107,46 EUR = 125,34 EUR zzgl. MwSt.

In dem gegebenen Beispiel ist dies ein riesen Unterschied in der jährlichen Buchhaltung, gerechnet auf 3 Jahre.
Jährliche Kosten vorher: 1.200,00 EUR zzgl. MwSt.
3-Jahres-Abonnement: 3.600,00 EUR zzgl. MwSt.
Nach Upgrade der Webseite auf mobile Endgeräte
Jährliche Kosten vorher: 1.800,00 EUR zzgl. MwSt.
3-Jahres-Abonnement: 5.400,00 EUR zzgl. MwSt.

Realistische Gebühren & Ersparnis
Jährliche Kosten: 125,34 EUR zzgl. MwSt.
+ im ersten Jahr: 850,00 EUR zzgl. MwSt.
Ersparnis Jahr 1: 224,66 EUR zzgl. MwSt.
Ersparnis ab Jahr 2: 1.074,66 EUR zzgl. MwSt.
Webseite auf mobile Endgeräte optimiert – Berechnung bei gleicher Jahresgebühr i. H. v. 1.800,00 EUR
Jährliche Kosten: 125,34 EUR zzgl. MwSt.
+ im ersten Jahr: 850,00 EUR zzgl. MwSt.
Ersparnis ab Jahr 1: 824,66 EUR zzgl. MwSt.
Ersparnis ab Jahr 2: 1.674,66 EUR zzgl. MwSt.

Mein Tipp:
– Prüfen Sie Angebote auf Internetdienstleistungen genau – mit den richtigen Stichworten werden Sie z. B. in der Google-Suche sehr schnell fündig.
– Geben Sie in der Beratung nicht zuviel auf vertraute Begriffe mit offiziellem Charakter. Vor allem wenn diese schon im Firmennamen des Internetdienstleisters verwendet werden wie z. B. „Deutsche“ / „Deutschlands“ oder „Stadtauskunft“. Gerade in solchen Fällen der Begriffsverwendungen sollte das Angebot evtl. zweimal geprüft werden.

Wenn Sie eine ähnliche Situation haben, freue ich mich auf Ihren Beitrag und evtl. gibt es auch für Sie eine entsprechende Lösung.

Ihr
Oliver Odak

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